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Grüße von Familie Litz


Grüße von Familie Litz  (Februar 2021)

Uns geht es soweit gut. Noch wurden wir vom Virus verschont und konnten die letzten Monaten auch Gottesdienste besuchen. Die Kinder gingen seit Anfang Februar glücklich wieder in die Schule. Heute wir wahrscheinlich der letzte Präsenzunterricht für sie sein, was alle etwas nervt.

Die Integration der theologischen Ausbildungsstätte mit der Missionsschule ist inzwischen fast komplett abgeschlossen. Auch die zweite Phase der Umbauarbeiten am Gebäude sind soweit fertig. Dankbar sind wir, dass das Team gut zusammen arbeitet und es keine größeren Beziehungsprobleme gibt.

Einige Arbeiten beschäftigen uns jedoch noch: Überarbeitung der Curriculums (Thomaz), Integration der beiden Bibliotheken mit ca. 8.000 Bücher (Mayra); Phase 3 der Umbauarbeiten (Thomaz und Mayra).

Für das neue Semester haben sich 77 Studenten am Seminário Juvep angemeldet. Darüber sind wir sehr dankbar, denn somit können wir unsere Mitarbeiter weiterhin finanzieren.

Während wir fast das gesamte Jahr 2019 nur Online-Unterricht anbieten konnten, durften wir die letzten Wochen einen sogenannten Hybrid-Unterricht geben. Das heißt, 50% der Studenten nehmen am Präsenzunterricht teil, die anderen 50% sind im Onlineunterricht. Eigentlich hat es erstaunlich gut funktioniert, auch wenn es eine große Umstellung für uns alle war. Seit heute gilt jedoch ein neuer Lockdown: Kirchen und Schulen sind für die nächsten 15 Tage geschlossen. Wir sind gespannt, wie lange sich diese Situation hinziehen wird.

Der vollzeitige Missionskurs wird von 7 Studenten besucht. Sie sind vom Lockdown nicht betroffen, da sie hier auf dem Gelände wohnen. Doch die Missionspraktikas im Sertão können z.Z. nicht stattfinden.

Gestern ist der Vater von Janaína, unserer Verwaltungsleiterin, am Covid 19 gestorben. Sie und ihre Mutter brauchen unsere Gebete.

So läuft bei uns der gesamte Betrieb weiter, jedoch unter anderen Bedingungen.

Liebe Grüße,

Thomaz




Gebetsanliegen Litz.pdf

Gebetsanliegen

Familie Litz

Liebe Freunde,

aufgrund der Allianzgebetswoche, die in vielen Gemeinden stattfindet, wollen wir euch einige aktuelle Gebetsanliegen schicken:

- Nach einer schwierigen Eingewöhnungsphase mit dem Online-Unterricht konnten unsere drei Kinder das Schuljahr mit sehr guten Noten abschließen – Mathias de 6. Klasse, Marcos Vitor 5. Klasse und Milena 2. Klasse. Im Moment haben sie Sommerferien. Das nächste Schuljahr beginnt Ende Januar. Bisher ist leider noch völlig offen, wie dieser Unterricht stattfinden wird.
- Aufgrund der guten Noten haben sich Mathias und Marcos Vitor dafür entschieden, heute (6.1) eine Aufnahmeprüfung bei einer sehr guten christlichen Privatschule in João Pessoa zu schreiben. Falls sie gute Noten bekommen, könnte es sein, dass sie einen so guten Rabatt an dieser Schule erhalten, dass wir tatsächlich den Schulwechsel finanziell tragen könnten. Betet mit uns für diese wichtige Entscheidung! Toll finden wir die Initiative der Kinder.
- Dankbar sind wir für den Einsatz von Anne Huber, die als Lernhelferin hauptsächlich Mathias und Vitor bei der deutschen Fernschule begleitet hat. Eine tolle Idee, die Jungs auf diese Weise trotz Distanz und Zeitverschiebung zu unterstützen und Mayra damit einiges an Arbeit abzunehmen. Vielen Dank, Anne!
- Nach einigen Tagen Pause während den Festtagen haben die Büros des Seminário Juvep am Dienstag (5.1) wieder geöffnet. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, wie viele Studenten nächstes Semester am Unterricht teilnehmen. Wir beten für mindestens 80 Theologiestudenten und 10 Studenten für den Master in Missiologie.
- Am 30. Januar beginnt das neue Schuljahr am Seminário Juvep. Es ist jedoch noch offen, ob wir weiterhin Online-Unterricht anbieten müssen, oder Präsenz-Unterricht genehmigt wird. Hauptsächlich ausländische Studenten bzw. Studenten aus dem Süden Brasiliens haben Schwierigkeiten, im Januar mit dem Präsenz-Unterricht zu beginnen. Auf der anderen Seite sehnen sich die lokalen Studenten nach dem persönlichen Kontakt im Klassenzimmer. In den nächsten Tagen müssen wir eine Entscheidung fällen und brauchen Gottes Führung.
- Janaína (Finanzen), Waleska (Akademische Leitung der Präsenz-Kurse) und Sonilde (Akademische Leitung der Online-Kurse) sind am Covid-Virus erkrankt und befinden sich in Quarantäne. Wir beten für ihre Genesung, sowie für Gesundheit und Kraft für das restliche Team, die entstandenen Lücken zu füllen.
- Letztes Jahr schlossen 14 Studenten unser Theologiestudium ab. Einige dieser Studenten beginnen nun eine Art Vikariat in ihren Gemeinden. Andere Studenten wurden in den letzten Tagen von ihren Gemeinden als Missionare in die weite Welt ausgesandt – trotz Pandemie. Die Teilnahme an solchen Aussendungsgottesdiensten ist immer eine großer Freude!

Vielen Dank für euer treues Mitbeten und Mittragen!

Liebe Grüße aus Brasilien,
Familie Litz

PS: Auf Instagram und Facebook des Seminário Juvep postet Mayra regelmäßig Fotos und Videos unserer Arbeit hier in Joao Pessoa (@seminariojuvep).



Und hier noch der Weihnachtsgruß von Thomaz Litz


Liebe Owener,

in einem der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder wird die Lage der Menschheit und das heutige Fest kurz und knapp beschrieben:
• Welt ging verloren
• Christ ist geboren
• Freue dich

Welt ging verloren
Dass die Welt im Argen liegt ist uns inzwischen allen klar. Tödliche Viren, kaputte Wirtschaft, drohende Arbeitslosigkeit, angespannte Familien. Angst und Sorge macht sich überall breit. Was kann uns da noch retten?

Christ ist geboren
Genau für diese kaputte und verlorene Welt ist der „Heiland“ geboren. Sein Name: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens (Jesaja 9,5). Guten Rat und keine Fakenews – gibt es das noch? Nicht irgendeine wohlgemeinte Meinung. Nein, einen wunderbaren Ratgeber, der Beistand, Zuspruch und Hoffnung gibt.

Weihnachten ist die frohe Botschaft für kaputte Menschen, kaputte Beziehungen, kaputte Situationen. Christ ist geboren! Nicht wir sind dazu berufen, die Welt zu retten. Nein, unsere Aufgabe ist es, diese Probleme vor dem auszubreiten, der sie lösen kann.

Genau das geschah auch während der ersten Weihnachtsnacht: müde, erschöpfte, angespannte und trostlose Menschen begegneten dem Heiland und fanden neue Freude und Hoffnung.

Freue dich
Deshalb „Freue dich“! Wahre Freude hat etwas mit dem Christkind zu tun. So sagte Jesus selber: „allen, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden“ (Johannes 1, 12). Ein Kind Gottes – geliebt, geborgen, getragen.

Doch dürfen wir uns in dieser schwierigen Zeit überhaupt freuen? Natürlich. So sagte Paulus sogar im Gefängnis: „Freuet euch in dem Herrn allezeit, und abermals sage ich: Freuet euch!“ (Philipper 4,4).

Vielleicht reduziert uns Corona an diesem Weihnachtsfest auf diese einfachen Grundwahrheiten: Welt ging verloren – Christ ist geboren – Freue dich!

Uns allen wünsche ich eine reich gesegnetes Weihnachtsfest.
Kinder Gottes sind wir!
Unser Vater ist von Beruf Schöpfer des Universums, Erhalter, Erlöser.
Er wird auch für unsere Probleme eine Lösung haben.

Euer Thomaz Litz