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Aktuelles von Familie Litz in Brasilien


Bericht Amazonas.pdf

7-2021 Brief Litz Amazonas.pdf



Rundbrief Litz 6-2021 (003).pdf

Liebe Freunde,

nach einer längeren Funkstille wollen wir euch wieder einmal an unserem Leben und Dienst hier in Brasilien teilhaben lassen.



Mathias, Marcos Vitor und Milena schreiben ihre letzten Klassenarbeiten und freuen sich über die Schulferien ab dem 21. Juni. Marcos Vitor überraschte uns dieser Tage mit der Nachricht, dass er bei einer landesweiten Prüfung, an der 450 Schulen teilnahmen, die beste Note aller Schüler der 6. Klasse erhielt. Und Mathias wurde eingeladen, nächste Woche bei der lokalen Matheolympiade teilzunehmen. Das ist für uns eine große Gebetserhörung, denn wir bitten unseren Herrn täglich, dass die Drei wegen unserem Dienst hier in Brasilien keine schulischen Nachteile haben.

Die Covid-Pandemie ist in Brasilien z.Z. besser, leider jedoch bei uns vor Ort nicht. Der Großraum João Pessoa hat sich zu einem Brennpunkt von Neuinfektionen entwickelt. So dürfen Gottesdienste nicht gefeiert werden und auch Präsenzunterricht an der theologischen Ausbildungsstätte ist nicht erlaubt. Doch die Pandemie bietet auch neue Möglichkeiten. So haben wir in den letzten Monaten hart an der Digitalisierung vom Seminário Juvep gearbeitet. Ab August, wenn das neue Semester beginnt, haben unsere Studenten die Möglichkeit, alle Kurse Online zu besuchen und bekommen Zugang zu einem breiten Online-Service. Noten, Zahlungen, Immatrikulation, Reservierungen in der Bibliothek, Buchung von Zimmern usw. – alles kann jetzt auf dem Handy gemacht werden.

Auch die Präsenz des Seminario Juvep in den sozialen Netzwerken wurde massiv ausgebaut und wurde zu einem wichtigen Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit. Instagram zeigt sich als sehr interessanter Kommunikationskanal mit Gemeinden und Interessenten. Schaut doch einfach mal vorbei unter @seminariojuvep. Übrigens: Mayra ist für die sozialen Netzwerke des Seminars zuständig.

Aufgrund der Pandemie mussten wir uns in den letzten Wochen von verschiedenen Freunden und Pastoren verabschieden. Tod und Abschied sind sehr präsent und eine allgemeine Müdigkeit ist zu spüren. Viele Menschen versinken in Depression und Burnout ist eine Volkskrankheit geworden. So gibt es in unserem direkten Umfeld erfahren Missionsleiter, Pastoren und Dozenten, die mit diesen Krankheiten zu kämpfen haben. Deshalb sind wir sehr froh darüber, im zweiten Halbjahr endlich mit dem Bau von Haus Shalom zu beginnen. Es soll ein Ort werden, wo Pastoren, Gemeindeleiter und Missionare ausruhen und auftanken können. Betet mit uns für die nötigen Baugenehmigungen.

Ich freue mich sehr über eine Missionsreise, die ich mit Mathias vom 28. Juni bis 20. Juli im Amazonas machen werde. Das Programm ist straff geplant: treffen mit Missionsleitern in Manaus, Kurs für Gemeindegründer unter Ribeirinhos einige Stunden Flussaufwärts, Kurs für Indianerpastoren in einem Indianerreservat in Kolumbien (ca. 2 Stunden Boot von der Grenze zu Brasilien entfernt) und Teilnahme am CONPLEI-Treffen, einer Vereinigung von christlichen Indianerleitern. Wir beten vor Schutz vor Krankheiten und sonstige gefahren.


Dankbar bin ich auch über das Buch „Indianer im Nordosten Brasiliens – Geschichte, Identität und Evangelium“, welches ich zusammen mit meiner Kollegin Barbara Burns während der Pandemie schrieb. Inzwischen wurde es gedruckt und kommt so langsam unter die Menschen. Wir hoffen, dass viele durch diese Schrift ermutigt werden, in den Dienst unseres Herrn Jesus Christus zu treten.


Thomaz Litz