X

Mission

Missionarsfamilie Litz in Brasilien

Mayra und Thomaz Litz sind mit ihren drei Kindern in Brasilien tätig. Sie schulen andere einheimische Mitarbeiter darin, durch Projekte und Gründungen christlicher Gemeinden die materielle und seelische Not im armen Hinterland Brasiliens zu lindern. Hierfür erhalten sie keine staatliche Unterstützung und sind auf Spenden angewiesen. 

Bericht vom 30. September 2020:

Rundbrief Familie Litz September 2020.pdf


Bericht vom August 2020:

Bericht Litz 8 2020.pdf


Und hier ein kurzes Video, das einen Einblick in die aktuellen Ereignisse gibt:


Bericht vom 14.5.2020 (auch im kreuz&quer)

Neues von Missionarsfamilie Litz in Brasilien.pdf


Bericht vom 27.4.2020

Bericht Litz 27.4.2020.pdf


Aktueller Bericht zur Corona-Lage in Brasilien vom 25.3.2020


Rundbrief Juni 2019:

Rundbrief Litz 6-2019.pdf







Missionarin Simone Widmann in Spanien

Simone Widmann.pdf

Seit Anfang Dezember 2020 bin ich in Spanien und dankbar zu sehen, wie Gott den Weg ebnet. Nach der Anfangszeit in einer Ferienwohnung, wohne ich nun in einer internationalen WG, im Stadtkern von Benicarló. Zu den Gemeinderäumen sind es nur fünf Gehminuten und drei junge Erwachsene der Gemeinde wohnen ebenfalls in der Nähe. In der WG fühle ich mich wohl. Ich bin dankbar für die Gemeinschaft und merke auf der anderen Seite immer wieder, dass es nicht selbstverständlich ist. Die Situation kann sich von einem auf den anderen Tag verändern. So ist mir beispielsweise sehr bewusst geworden, dass man doch manchmal nicht so viele Möglichkeiten hat, wenn man vorher dachte: „ich habe ja noch Zeit“. Als innerhalb von einer Woche zwei Mitbewohnerinnen ausgezogen sind, fand ich es schade, nicht mehr das Gespräch gesucht zu haben. Dafür entstehen mit anderen immer wieder Gespräche, auch über den Glauben und über das, was ich hier mache. Mit einem mexikanischen Mitbewohner konnte ich Ende Januar die katholische Messe besuchen. Er geht jeden Tag in die Kirche und konnte mir einige Fragen beantworten. Das ist hilfreich, um das Denken, die Kultur und den Glauben vieler Spanier besser zu verstehen. Durch Bücher beschäftige ich mich ebenfalls mit dem katholischen Glauben, denn in Spanien sind (zumindest auf dem Papier) über 90 % der Bevölkerung katholisch. Dabei geht es jedoch häufig hauptsächlich um das Weiterführen von Traditionen und hat wenig mit einer persönlichen Beziehung mit Jesus zu tun.

Da für die ersten Monate hier für mich Sprach- und Kulturtraining auf dem Plan stehen, stellt sich nun die Frage: Wie sieht das aus, in Zeiten von Corona?
Im Moment gehe ich dreimal die Woche in die Sprachschule. Die junge Lehrerin ist nett und kompetent und ich bin dankbar für erkennbare Fortschritte. Durch die Einschränkungen aufgrund der Pandemie fehlen trotzdem weitere Gelegenheiten, das Gelernte umzusetzen.
ABER es gibt auch Möglichkeiten, die ich gerne nutze: Alltagsgespräche in der WG, Gottesdienste, Bibelstunde (online), Treffen mit einzelnen Personen, Filme schauen, Bibel lesen, Musik hören – Hauptsache Spanisch!

Was das Kennenlernen der Kultur betrifft, sind die Einschränkungen deutlicher. Denn beispielsweise feiern die Spanier gerne. Im Kalender finden sich einige Feiertage, die auf unterschiedliche Arten gefeiert werden. Z.B. kommen am Vorabend des Dreikönigstages (6. Januar) eigentlich die heiligen drei Könige in die Stadt, ziehen durch die Straßen und werfen Bonbons in die Menge, bevor die Kinder am folgenden Tag Weihnachtsgeschenke bekommen.

Ein weiteres wichtiges Event ist das Artischockenfest. Denn Benicarló ist die „Stadt der Artischocken“. Über eine Woche lang wird dieses Gemüse normalerweise im Januar gefeiert und in unterschiedlichen Varianten angeboten: z.B. gekocht, gerillt, mit Olivenöl und Salz. Um an das Fest daran zu erinnern, wurden überall in der Stadt große Bilder und Artischocken-Skulpturen aufgestellt. Doch im Moment kann ich mir nur durch Erzählungen vorstellen, wie dieses Fest gefeiert wird.

So ist es gerade schwierig, die Kultur in ihrer ganzen Breite kennenzulernen. Doch wenn man mehrere Wochen versucht, die nötigen Papiere, z.B. zur Eröffnung eines Kontos zu bekommen, ist das ja schließlich auch eine kulturelle Erfahrung 😉

Ich denke in diesen eingeschränkten Zeiten ist es wichtig, nicht ständig zu sagen: „Das fehlt“ und „das geht nicht“, sondern bewusst zu sehen, was möglich ist. Wie zum Beispiel Gottesdienste. Wir feiern Gottesdienste, mit wenigen Leuten, mit Übertragung der Predigt, mit Abstand und Mundschutz. Aber trotzdem gibt es so Gelegenheiten, Gemeinschaft zu erleben, Gott zu suchen und füreinander da zu sein. Ich bin dankbar für kurze Gespräche und die Möglichkeit dazuzulernen, um im Bereich der Technik zu unterstützen.

Ebenso die Bibelstunde donnerstags. Wenn auch online, so ist es eine gute Möglichkeit Gott und sein Wort besser zu verstehen, die Leute aus der Gemeinde kennenzulernen und Spanisch zu üben.

Und nicht zuletzt darf ich seit ein paar Wochen gemeinsam mit zwei anderen Frauen aus der Gemeinde einen Jüngerschaftskurs durcharbeiten. Eine von ihnen hatte den Wunsch schon länger geäußert und jetzt nutzen wir die Möglichkeit, um gemeinsam im Glauben zu wachsen.

Wenn nun also manches nicht so möglich ist, wie man es sich wünschen würde, lasst uns nicht übersehen, was Gott schenkt und gespannt sein, was Er in den nächsten Monaten vorhat.

Herzliche Grüße und Gottes Segen!
Simone Widmann



Rundbrief vom Dezember 2020:

2020-12 Rundbrief Simone Widmann 2.pdf




Als Kirchengemeinde unterstützen wir durch Opfer und Spenden zudem regelmäßig folgende Organisationen:

Kinderwerk Lima: www.kinderwerk-lima.de




Kinderheim Nethanja Indien: www.nethanja-indien.de

Zur aktuellen Lage durch die Corona-Pandemie bei den Nethanja-Einrichtungen berichtet Geschäftsführer Pfr. Markus Schanz:

AKTUELLE SITUATION UND UNSERE REAKTION.pdf